Maastricht, ich komme...

Dieser Weblog soll über meinen Auslandsaufenthalt an der Universiteit Maastricht im Herbst/Winter 2007 informieren.

London, Baby!

Oktober 21st, 2007

Prüfungszeit

Oktober 16th, 2007

In einer Woche bin ich schon wieder ein freier Mann. Bis dahin hab ich aber noch viel viel zu tun. Ein Assignment über “Governance und Lobbying, und wie es auf EU-Ebene auftritt” sowie eine Gruppenarbeit in dem wir (Malte, Mariel und ich) Schweden, Polen und Italien im Einfluß der Politik und des Arbeitsmarkts auf die Geschäftsumgebung vergleichen. Bis Donnerstag muss dazu die Abschlußpräsi stehen. Ach ja! Eine Klausur hab ich ja am Montag auch noch. Wann ich dafür lernen soll, hab ich bisher noch keine Ahnung. Notfalls muss halt das Wissen aus den PBL-Sessions herhalten. ;-)

Zu allem Überfluß war ich gestern auch noch krank. Heute gehts schon viel besser, aber gestern war kein schöner Tag mit Hals- und Kopfschmerzen. Die den ganzen Tag praktizierte Kiwi-Mützen-Aspirin-Kur von gestern hat also angeschlagen. Fühl mich nur noch ein bisschen schlapp, aber alle bösen Symptome sind nach 11 Stunden Schlaf weg. :-) So viel gibts also bei mir nicht zu lachen, eigentlich: Heute morgen hab ich bei Stefan Niggemeier aber den Hinweis auf “Timo - Wege zum Glück entdeckt”. Timo ist immer total übel drauf und studiert Psychologie. Im Bus trifft er dann Melanie… Unbedingt die ersten drei Folgen anhören. KLICK!

Grüße in alle Welt…

Oktober 11th, 2007


Gefunden bei: Oliver Münk

Ameland

Oktober 7th, 2007

Gestern in der Früh um 7 ging es auf Richtung Ameland. Eigentlich ging es auf Richtung Holwerd, denn da ging unsere Fähre. Holwerd ist genau 346km von Maastricht entfernt und liegt nicht weit vom nördlichsten Punkt des holländischen Festlandes entfernt. Man kann also sagen, dass wir gestern einmal längs durch Holland und zurück sind. Die Fahrt war allein schon ein Abenteuer, da wir die von Mr. Google angegebenen Ausfahrten entweder gar nicht fanden oder sie wegen Bauarbeiten gesperrt waren. ;-) Gott sei Dank hatte ich meinen Reiseführer mit einer akzeptablen Karte dabei, die uns den Tag rettete.

Größere Kartenansicht
In Holwerd angekommen, nahmen wir um 11:30 Uhr die Fähre nach Nes (Ameland) um uns dann vier Räder zu leihen. Mit dabei waren nämlich Nick (England), Andree-Eve (Canada, und hoffentlich hab ich ihren Namen richtig geschrieben), Michi und ich. Als wir beim Fahrradverleih ankamen war aber klar, dass wir uns keine normalen Räder ausleihen. Wir hatten nämlich Tandems entdeckt. Nach Bezahlung von 14 Euro pro Tandem für einen Tag ging also die Reise los. Erster Halt war der Supermarkt, wo wir uns für unser geplantes Picknick am Strand mit leckeren Sachen eindeckten. Billig (nämlich umsonst,) und gut, war dann nach einer kleinen Irrfahrt über Pferdekoppeln auch das Picknick. Das Essen schmeckt gleich doppelt so gut, wenn man einen Bärenhunger hat und einem frischer und nach Meer duftender Wind um die Nase bläst.

Nachdem wir kurz mit Hilfe unserer Zehen die Wassertemperatur getestet und als zu kalt befunden haben gings mit dem Tandem weiter an die Westspitze der Insel. Dort gabs einen schönen alten Leuchtturm zu sehen. Danach gings schon wieder zurück nach Nes, wo wir uns noch kurz das Dorf anschauten. Echt wunderschöne alte kleine Häuser und überraschend viele Restaurants luden eigentlich zum längeren Verweilen ein. Aber leider mussten wir schon wieder mit der Fähre um 18:30 Uhr zurück. Eine kleine Überraschung wartete aber noch auf uns: Nicks Auto hatte an diesem Tag anscheinend keinen Bock mehr das normale Abblendlicht einzuschalten. Damit hatten wir noch zwei Möglichkeiten: Standlicht, was viel zu finster war und wir Angst hatten, dass wir über den Haufen gefahren werden und das Fernlicht, mit dem wir aber dem Lichthupenterror der entgegenkommenden Fahrzeuge ausgesetzt waren. Was kann man da machen? Wir kamen auf nicht viel, nur die Lichter so weit wie möglich auf den Boden vor uns zu stellen, also abzusenken und vom Erstehilfekoffer das Pflaster zu klaun und damit den oberen Teil unserer Lichter zuzukleben. ;-)

Hat wirklich was gebracht unser Einfallsreichtum, denn kein Autofahrer fühlte sich mehr belästigt und wir hatten mehr als genug Licht um den Weg nach Hause zu finden. ;-) Die Polizei hat uns nicht erwischt, aber ich wär schon gespannt gewesen, was die zu unseren getapten Frontlichtern gesagt hätte. =)

Morgen…

Oktober 5th, 2007

gehts endlich mal wieder auf eine Reise! Wir werden die Friesischen Inseln in den Niederlanden erkunden. Nick nimmt uns mit seinem Auto mit. Den Bericht gibts dann am Sonntag. Bye!

Feiertage weltweit

Oktober 3rd, 2007

So! Jetzt ist er auch gleich wieder um euer Feiertag und die Welt ist (in meinen Augen jedenfalls) wieder ein Stückchen gerechter. Das man wirklich alles im Internet findet beweist die Seite Feiertage-weltweit.com . Da hab ich auch herausgefunden das heute wohl Deutschland das einzige Land auf der Welt ist, das mit Iran und China einen Feiertag feiert. Drei Länder und damit ziemlich genau 21,8% der Weltbevölkerung hatten heute frei. Das hab ich übrigens selber ausgerechnet. Die Daten (82-70-1350-6600) stammen aber von Wikipedia ;-)

Tag der deutschen Einheit!

Oktober 3rd, 2007

Viele Grüße an alle die sich heute auf die faule Haut legen können und den Tag der deutschen Einheit feiern. Bei uns ist natürlich kein Feiertag! Ich sitze in der Bib und muss eine Präsentation für morgen vorbereiten. :’-(

Juhu! Jetzt gerade eben war ich Discussion Leader in dem Kurs EBE. Das bedeutet eigentlich nur, dass man Fragen zu den zu lesenden Texten stellt und dann durch die Diskussion führt. Aber verdammt… Es ist soviel Arbeit! Ich war echt gestern und heute Früh dortgesessen und hab alle Text richtig mit Mitdenken gelesen ;-) Normalerweise überfliegt man die Texte nur, weil es immer so unendlich viel zu lesen ist. Aber wenn man Discussion Leader ist, dann sollte man schon den Durchblick behalten. Dann noch mit meiner Partnerin 8 Fragen entworfen (auch alles gestern) und eine Powerpointpräsi mit den Fragen und noch zusätzlichen Infos zu den Fragen entworfen (auch gestern). Heute hab ich eigentlich nur die Musterlösungen zu Fragen gemacht, die mich (mit nochmaliger Quälerei durch die Artikel) ungefähr 5 Stunden Arbeit gekostet hat. Aber die Arbeit hat sich rentiert. Wir waren die erste Gruppe die nicht durch ihre Fragen gekommen sind, weil alles wie wild diskutiert hat. War sehr spaßig, aber wir hatten alle Hände voll zu tun die Diskussion nicht abgleiten zu lassen. Wenn man bei der Frage nach dem Sinn einer EU-Verfassung bei Volksreferenden über die Mitgliedschaft von Australien im Commonwealth landet, dann ist eindeutig Schluß ;-)

City Tour durch Maastricht

September 28th, 2007

Letztes Wochenende fanden wir endlich einmal die Zeit uns ein bisschen unsere neue “Heimatstadt für 4 Monate” anzusehen. Es war ein wunderschöner Tag und somit war die beste Voraussetzung für einen Rundgang gegeben. Zugegebenermaßen, Maastricht hat jetzt nicht die absoluten Super-Highlights, aber bietet eine solide Menge an altem Krempel den man sich schon mal anschauen sollte. Blöderweise hab ich nach dem Besuch im Straßencafe irgendwo meine Karte verloren, daher kann ich euch leider nicht mit interessanten historischen Daten zu den Sehenswürdigkeiten verblüffen. Sorry ;-)

Arbeiten in Maastricht

September 26th, 2007

Jaja. Die Uni ist verdammt anstrengend, jedenfalls wenn man hier ernsthaft studieren will und anständige Noten mit nach Hause nehmen will. Es müssen Assignments und Präsentationen erstellt werden und das in regelmäßigen und verdammt kurzen Abständen. Das letzte Assignment war für European Business Environment und hatte als Themenbereich “Interessengruppen” beziehungsweise die Möglichkeiten von Interessengruppen auf die Politik Einfluß auszuüben. Also sogar ziemlich interessant. Ich hab mal wieder viel zu spät angefangen. Abgabetermin war Donnerstag, 10 Uhr früh. Mittwoch Nachmittag um 2 noch schnell ein Schläfchen gehalten und dann gings um 4 los. Gelesen hatte ich bis auf ein paar Seiten schon alles, also kein Problem. Wir (Michi & ich) wollten bis um 12 Uhr nachts fertig sein. Um 5 vor 12 wurde uns aber dann klar, dass wir es wohl nicht ganz schaffen werden. Also noch zwei Stunden drangehängt. Viele kennen es ja: Um 2 wird man so langsam richtig müde - und wir immer noch nicht fertig. *gg*

Michi kam dann hoch zu mir und wir sind in die Küche um uns dort einen Kaffee zu machen. Und siehe da: Wir waren nicht die einzigen die noch arbeiteten. Die Küche war belagert von Portugiesen, die auch munter und gut gelaunt ihr Assignment für EBE schrieben. Der Geräuschpegel der wild gestikulierenden und sich gegenseitig Englische Sätze vorsprechenden Portugiesen war phänomenal. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich in dieser Küche EINEN korrekten englischen Satz aufs Papier gebracht hätte. Aber zum Kaffee trinken wars ganz lustig. Die meisten hatten bisher weniger als wir, aber wir waren guter Dinge um 5 Uhr ALLE fertig zu sein und dann - schlafen rentiert sich sowieso nicht mehr - nach getaner Arbeit ein bisschen in die Stadt zum feiern zu gehen. Um 8 wollten wir in die Bib und das Zeug ausdrucken. Da bieten sich die 3 Stunden von 5 bis 8 ja wirklich zum weggehen an.

Aber Pustekuchen! Waren um 2 Uhr noch alle recht guter Laune, so hat es sich spätestens ab 4 Uhr abgeschwächt. Immer noch kein wirkliches Ende in Sicht kämpfte man sich durch die Artikel. Wie auf den Fotos zu sehen, sanken auch die Portugiesen in die Couch. Ums nicht allzu spannend zu machen: Alle haben es noch geschafft und zwar Just in Time. Die Referenzenliste konnte ich um 10 vor 8 abschließen. Nur noch in der Bib ausdrucken und dann abgeben. Um 10 Uhr waren wir wieder im Guesthouse. Ich hab dann noch zwei Hot Dogs zum Frühstück (oder spätem Abendessen) verputzt und hab mich um 11 in die Falle gelegt. ;-)

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