Eine romantische Bahnfahrt nach Maastricht
August 28th, 2007Huhu! Da bin ich wieder. Gestern konnte ich leider nichts posten, weil ich mich noch nicht in das WLAN einloggen konnte. Mögen mir diejenigen verzeihen, die gestern auf einen Bericht gehofft hatten.
Gestern früh um 4.50 Uhr klingelte also mein Wecker und nach duschen und Frühstück war dann noch die Verabschiedung von meinen Eltern. Ich glaub, dass haben wir ziemlich gut über die Bühne bekommen, da ja jeder wusste, dass wir uns in spätestens 4 Monaten wieder sehen. Meine Freundin hat mich dann zum Zug gefahren und mich am Bahnsteig “klassisch” verabschiedet.
Die Zugfahrt verlief gut bis Frankfurt Flughafen (umsteigen in ICE nach Köln). Ich hatte genügend Platz in den Zügen und die Zeit verging recht schnell. Der ICE 926 (Zielort Kiel) lief ruhig am Frankfurter Flughafen ein und eine Menge Leute standen schon im Gang. Da ich einen Fensterplatz hatte, musste ich warten bis der Herr neben mir aufstand und dann auch den Zug verlies. Ich selbst musste vom Gepäckfach noch meinen schweren Rucksack herunterheben, ihn auf meinen Rücken schnallen und dann den Koffer noch holen. Während ich dies erledigte, stiegen aber schon die neuen Fahrgäste zu. Eine Familie mit einem Kind kam offensichtlich aus dem Urlaub zurück und schleppten riesige Koffer (fast so groß wie meine) an mir vorbei. Als sie Platz genommen hatten ging ich zum Ausgang und drückte den grünen Knopf, um die mittlerweile geschlossene ICE-Tür wieder zu öffnen. UPS!
Die Tür ging nicht auf und als ich etwas erstaunt immer wieder meinen Zeigefinger gegen das Bedienfeld drückte, da setzte sich der ICE schon wieder in Bewegung. Klasse! Echt ein lustiges Gefühl, besonders wenn man nicht weiß wo es jetzt überhaupt hingeht. Mein etwas hilfloser Gesichtsausdruck war offensichtlich auch der Familie nicht entgangen, die mich durch die Abtrennfenster zum Sitzbereich total entgeistert ansahen.
Ich ging also wieder zu den Sitzen und bat die Familie kurz auf mein Gepäck aufzupassen. Die Frau war ganz geschockt und machte sich Vorwürfe, weil ich ja wegen ihnen nicht aussteigen konnte. Der Mann klärte mich auf, dass man in solchen Fällen bestimmt die rote Klappe darunter ziehen könnte um die Verriegelung aufzuheben. Sowas falle bestimmt unter Notfall! Außerdem kenne er sich ein bisschen mit dem Fahrplan aus und der nächste Halt sei Mainz, wo nach 1h ein ICE wieder zurück nach Frankfurt fahre.
Durch die Fürsorge der Familie schon wieder ein bisschen aufgeheitert, ging ich zu der Zugbegleiterin um mich zu erkundigen, wie es den jetzt mit mir weitergehe. Und siehe da: Der Zug fuhr über Mainz und Bonn ebenfalls nach Köln, nur eben durchs Rheintal und damit nicht so schnell wie auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke. Das war schon das zweite mal, dass ich mit dem Zug diese Strecke gefahren bin. Jedes mal gefällt es mir besser. Der kleine Umweg hat sich also rentiert
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Von allen weiteren Stationen fuhr dann auch genau 1h später ein Zug, so dass ich dann mit genau einer Stunde Verspätung mein Ziel Maastricht erreichte. Glück gehabt!

