Das Land in dem der/die/das Vla im Regal steht…
September 1st, 2007Ach wie wunderbar war das Gefühl, als Vla meinen Gaumen streichelte, meine Geschmacksnerven verwöhnte und meine Speiseröhre massierte.
Ach wie wunderbar fühlt sich gerade mein Magen an; gerade so als hätte ich einen großen Wattebausch verschluckt.
Ach wie wunderbar ist dieses zarte cremige Getränk, dass man mit einem Löffel isst.
Jeder Holländer wächst damit auf, in Deutschland kennt es kaum jemand. Im Internet kann man lesen, dass es mittlerweile auch in manchen EDEKA- und ALDI-Märkten vertrieben wird. Die Kritiker der ersten deutschen Vla-Fanseite sind sich aber einig, dass es nicht an den Geschmack des orginalen Vla heranreicht. Nach dem ersten halben Liter Vla bin ich der Meinung, dass es jeder mal probiert haben sollte.
Vla ist ungefähr so etwas wie Pudding. Nur dass es viel viel cremiger und zarter ist. Neben Milch ist eben noch Maisstärke und Eier enthalten. Lustig ist, dass es Vla meistens in Tetra-Packs gibt. Deswegen war auch meine erste Annahme, dass man das Zeug trinkt und ich hab es in ein Glas getan. Eigentlich isst man es mit dem Löffel. Anfängerfehler! =)
Vla gibt es in Holland in vielen verschiedenen Sorten. Ich habe es mal mit einem Klassiker probiert. Schokolade! Man macht also die Packung auf und schon flutscht es heraus. Nein, es fließt nicht. Dazu ist es zu dickflüssig. Und es fällt auch nicht heraus, dazu ist es zu dünnflüssig. Es flutscht. Denn es ist einfach Vla!
Hier könnt ihr es beim Flutschen beobachten:
Das einzige Problem ist, dass sich ein nicht mal kleiner Rest des leckeren Vla im Karton versteckt. So muss man eine spezielle uralte holländische Falttechnik anwenden, um das Vla aus der Verpackung zu pressen, die diese Speise der Götter vor Umwelteinflüssen schützt. Natürlich konnte der Holländer in mir diese Falttechnik intuitiv anwenden.
Zu stolz für eine feste Speise. Zu edel für ein Getränk. Einfach Vla!



