Maastricht, ich komme...

Dieser Weblog soll über meinen Auslandsaufenthalt an der Universiteit Maastricht im Herbst/Winter 2007 informieren.

Einkaufstouren und Final Party…

September 5th, 2007

Gestern war ein recht wilder Tag, weswegen ich auch nicht zum Bloggen gekommen bin. Nachdem ich am Montag 64 Euro für mein Lehrbuch ausgegeben hatte, habe ich gestern Nachmittag noch die zwei fehlenden Reader besorgt.

Material für Block 1

Der Reader für European Business Environment, der ein Lehrbuch ersetzen soll, hat 20 (!) Euro gekostet, die Ergänzung zum Lehrbuch für Development Economics nochmal 10 Euro. Das sind 94 Euro für ein halbes Semester. Naja, es hätte schlimmer kommen können.

Nicht ganz ohne für 7 Wochen

Kurz heim, die bleischweren Dinger abgeladen und weiter zum Einkaufen für den Abend. Neben diversen neuen Vla-Sorten durfte natürlich auch Bier nicht fehlen. Wieder gut bepackt daheim angekommen und gleich in die Küche vom Stock unter uns. Dort haben wir dann mit Adam (Canada) gekocht und ein paar Bier getrunken. Danach sind wir hoch in eine andere Küche und haben uns mit Amerikanern und Spaniern interkulturell über Trinkspiele ausgetauscht und haben viele angetestet. Ein Ami-Spiel war besonders lustig und Michael musste zweimal “den Bus nehmen” (riding the bus). Und KEINER will den Bus nehmen! Soviel verrate ich! Sonstiges kann an Weihnachten von mir persönlich praktisch erlernt werden.

Um 11 sind wir dann in großer Gruppe ins DeCandans gezogen, wo sich bereits eine Horde (ca. 500) Erasmus-Studenten eingefunden hatte um bis in die Morgenstunden zu feiern. Die Party war echt weltklasse und ich war um halb 5 im Bett. Das Aufstehen um 7:30 Uhr war heute dann echt nicht einfach und die VL zog sich auch ein bisschen in die Länge. ;-) Jetzt bin ich aber wieder topfit, nachdem ich den ganzen Nachmittag verschlafen habe.

Die Aktionen der ESN, die alles organisiert haben (Riverrafting, Party, Pub Crawl usw.) waren echt super und ein schöner Einstand für alle Exchange Studenten. Man fühlt sich hier gut aufgehoben und vor allem sehr willkommen. Egal ob ESN oder Uni: Jeder versucht den Aufenthalt für uns so angenehm wie möglich zu machen. Ich wüsste echt nicht wie es besser laufen hätte können! Somit ist die erste Woche in Maastricht offiziell abgeschlossen.

P.S. Die Fotos und der Bericht zur Bowling-Night vom Montag kommen morgen. Dann seht ihr auch endlich mal mit welchen Leuten ich mich so rumtreibe.

Ach wie wunderbar war das Gefühl, als Vla meinen Gaumen streichelte, meine Geschmacksnerven verwöhnte und meine Speiseröhre massierte.

Ach wie wunderbar fühlt sich gerade mein Magen an; gerade so als hätte ich einen großen Wattebausch verschluckt.

Ach wie wunderbar ist dieses zarte cremige Getränk, dass man mit einem Löffel isst.

Jeder Holländer wächst damit auf, in Deutschland kennt es kaum jemand. Im Internet kann man lesen, dass es mittlerweile auch in manchen EDEKA- und ALDI-Märkten vertrieben wird. Die Kritiker der ersten deutschen Vla-Fanseite sind sich aber einig, dass es nicht an den Geschmack des orginalen Vla heranreicht. Nach dem ersten halben Liter Vla bin ich der Meinung, dass es jeder mal probiert haben sollte.

Vla im Tetra-Pack

Vla ist ungefähr so etwas wie Pudding. Nur dass es viel viel cremiger und zarter ist. Neben Milch ist eben noch Maisstärke und Eier enthalten. Lustig ist, dass es Vla meistens in Tetra-Packs gibt. Deswegen war auch meine erste Annahme, dass man das Zeug trinkt und ich hab es in ein Glas getan. Eigentlich isst man es mit dem Löffel. Anfängerfehler! =)

Vla gibt es in Holland in vielen verschiedenen Sorten. Ich habe es mal mit einem Klassiker probiert. Schokolade! Man macht also die Packung auf und schon flutscht es heraus. Nein, es fließt nicht. Dazu ist es zu dickflüssig. Und es fällt auch nicht heraus, dazu ist es zu dünnflüssig. Es flutscht. Denn es ist einfach Vla!

 

Hier könnt ihr es beim Flutschen beobachten:

Vla beim flutschen!

Das einzige Problem ist, dass sich ein nicht mal kleiner Rest des leckeren Vla im Karton versteckt. So muss man eine spezielle uralte holländische Falttechnik anwenden, um das Vla aus der Verpackung zu pressen, die diese Speise der Götter vor Umwelteinflüssen schützt. Natürlich konnte der Holländer in mir diese Falttechnik intuitiv anwenden.Falttechnik und traurigerweise der letzte Rest an Vla bis Montag.

Zu stolz für eine feste Speise. Zu edel für ein Getränk. Einfach Vla!

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